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Innovationsforum HolzWERTplus

Innovationsforum HolzWERTplus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte mit dem Förderprogramm „Innovationsforen“ die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von KMU zukunftsorientiert steigern. Dabei sollen durch den Aufbau von regionalen Lieferketten,  Kooperation mit Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und gemeinsamer Ideenentwicklung marktfähige Produkte, Dienstleistungen und technische Verfahren entstehen. Über neun Monate werden in geeigneter Form, wie Fachgesprächen und Workshops Partner zusammen gebracht, Möglichkeiten ausgelotet und Ideen generiert. In der 2-tägigen Abschlusskonferenz werden Ergebnisse präsentiert und die Basis für eine nachhaltige weitere Arbeit gelegt.

Der VSH Verband Schnittholz- und Holzwarenindustrie Mitteldeutschland e.V. hat im Dezember 2019 für dieses Förderprogramm erfolgreich eine Ideenskizze in Berlin vorgestellt. Auf Basis dieser Bestätigung wird zur Zeit der formale Förderantrag erarbeitet.

Thema des Innovationsforums ist die ressourceneffiziente Verwertung von Restholz durch innovative  Produkte und Verarbeitungsprozesse in Kleinsägewerken -Vom Restholz zum Wertholz.

Damit stellen wir uns einer ökologischen und ökonomischen Herausforderung. Holzbau verzeichnet steigende Tendenz. Mehr Herstellung von Bauholz in den Sägewerken generiert auch mehr Nebenprodukte wie Rinden, Späne, Sägemehl. Bedingt durch den akuten Borkenkäferbefall und Trockenheit entstehen zusätzlich immense Mengen an zu verwertendem Rundholz. Technologische Entwicklungen für die Aufbereitung der Nebenprodukte zu marktfähigen Vorprodukten der weiterverarbeitenden Industrie oder der Landwirtschaft sind zwingend erforderlich, um die Marktfähigkeit der Kleinsägewerke zu verbessern. Ein hoher Ausnutzungsgrad des Rohmaterials und regionale Wirtschaftskreisläufe sind dabei ein angestrebter Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Generelles Ziel ist die verbesserte Verarbeitung der Nebenprodukte und Resthölzer sowie Optimierung der Produktionsprozesse für höhere Effizienz, zusätzliche Wertschöpfung, Ökobilanz und Ausgleich von Wettbewerbsnachteilen. Gemeinsam mit regionalen Maschinen- und Werkzeugbauern wollen wir als Sägewerker dieses Thema angehen, um den wertvollen Rohstoff besser ausnutzen zu können.

Zu den Themen und Aufgabenstellungen, die im Mittelpunkt stehen und noch ergänzt werden können, zählen z.B.:

  • Qualifizierung von Anforderungen an die Zwischenprodukte für die Weiterverarbeitung wie z.B. Dämmung, Spanplatten und Agrarsubstrate
  • Qualifizierung der Bearbeitungswerkzeuge ( Fräser, Sägen ) durch den Einsatz von neuen

verbesserten Schneidstoffen, Schneidengeometrien, Beschichtungen zur Steigerung der Standzeit

  • Prozesssicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung des Energieverbrauchs und besserer Qualität des Kantholzes
  • Qualitätssicherung durch Einsatz optischer, rechnergestützter Messtechnik zur Sortierung / Verbesserung der Ausbeute/ Detektion von Metallteilen, Prozesssicherung und für die Produktnachverfolgung, Zertifikate
  • Entwicklung von Zwischenprodukten z.B.  Schüttungen, Faserprodukte
  • Entwicklung von ausgewählten Endprodukten z.B. als landwirtschaftliche Produkte (Pflanzensubstrate, Torfersatz ), kompostierbare Pflanzgefäße, Verpackungen
  • Optimierung der Prozessabläufe
  • Produktbezogenen neue Geschäfts- und Vermarktungsmodelle
  • Vervollständigung der regionalen Wertschöpfungskette (Rohholz, Bauholz, Bauprodukt, Nebenproduktverwertung)

Mit Ihrer Unterstützung und Beteiligung an dem Vorhaben können Sie für Ihr Unternehmen sowie die gesamte Branche und Region Vorteile generieren, die nachhaltig sein können. Gefragt sind Ihre Ideen und Anregungen im regionalen Netzwerk. Außer Ihrer Zeit und Ihrem Engagement sowie der Fahrt zu den Veranstaltungen entstehen Ihnen für das Innovationsforum keine Kosten.